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 Verbinden und Trennen von Druckern über die Klassenraumsteuerung

Die Klassenraumsteuerung des Schulungsmoduls erlaubt die Verbindung und Trennung von Netzwerkdruckern je nach Situation. Diese Funktionalität ist nur bei bestimmten Druckertypen vorhanden. Werden andere Druckertypen eingesetzt, sollte die Funktion deaktiviert werden. Die technischen Details werden im Folgenden erläutert.

Drucker können in Terminalserverumgebungen auf verschiedene Weise angesprochen werden:

  1. Über das Client Netzwerk ("client printer"). Der lokal an einem PC angeschlossene Drucker wird mit der Sitzung verknüpft.
  2. Über einen direkt am Terminalserver angeschlossenen Drucker.
  3. Über einem im Netz erreichbaren Drucker

Die Varianten 1. und 2. erlauben nicht das Trennen und Verbinden von Druckern in der laufenden Sitzung. Sie sind - einmal konfiguriert - immer sichtbar und erreichbar in Abhängigkeit von den Druckerberechtigungen des Benutzers.

Die Funktionalität des Trennens und Verbindens von Druckern erfordern Netzwerkdrucker, die über einen NT-Server (!), der nicht (!) als Terminalserver eingesetzt wird, freigegeben wurden.

Werden sie über einen Terminalserver freigegeben, sind sie grundsätzlich auf diesem Server sichtbar wie ein unter 2. angeschlossener Drucker.

Werden sie über eine Workstation freigegeben, können nur 10 Clients zur gleichen Zeit den Drucker nutzen. Dies sollte unbedingt vermieden werden, falls im Klassenraum mehr als 10 Arbeitsstationen verwendet werden.

Es werden bis zu 5 verschiedene solcher Drucker pro Klassenraum unterstützt. Schulweit können beliebig viele Drucker unterstützt werden.

Beachtenswert sind noch die folgenden Sachverhalte:

  1. Geben Sie die Drucker verborgen frei (durch ein abschliessendes $-Zeichen), damit Ihre Schüler sich die Drucker nicht selbst zuordnen (über die Druckdialoge innerhalb von Anwendungsprogrammen - z.B. Notepad.exe).
  2. Verwenden Sie den Dialog "Drucker Setup" in der Klassenraumsteuerung nicht in einer Sitzung auf dem Server, über den die Freigaben gemacht sind, da Ihnen der verwendete Windowsdialog dann nicht die Freigabenamen (im Netzwerk) sondern nur die lokalen (!) Druckernamen einträgt. Diese können aber im übrigen Netzwerk nicht benutzt werden.

Beispiel

Sie geben einen Drucker unter dem Namen 'HPLaserJet1200$'  auf dem Server 'DC01' frei. Die Klassenraumkonfiguration findet diesen Drucker auf einer anderen Maschine dann unter dem Namen '\\DC01\HPLaserJet1200$'. 

Tragen Sie diesen Drucker nicht auf dem Server 'DC01' in die Klassenraumkonfiguration ein, denn dann nimmt Windows automatisch den lokalen Druckernamen (z.B. 'HPLaserJet 1200'), unter dem der Drucker ausschließlich auf DC01 ansprechbar ist, aber nicht im übrigen Netz.

Mögliche Probleme und technische Voraussetzungen beim Verbinden von Druckern

Grundsätzlich gilt für alle verwendeten Netzwerkdrucker, daß der entsprechende Druckertreiber auf dem Terminalserver bzw. im Load Balancing Betrieb auf allen beteiligten Terminalservern installiert ist. Ist dies nicht der Fall, kann der Drucker in Schülersitzungen nicht verbunden werden, da diese nicht über die erforderlichen Berechtigungen zur Installation von Druckertreibern verfügen.

Sinnvoll ist hier, den Treiber über Einstellungen->Drucker und Faxgeräte->Servereigenschaften->Treiber->Hinzufügen (gilt für Windows 2003 Server) als Administrator auf allen beteiligten Servern zu installieren. Weiterhin sinnvoll ist hier, einen möglichst "schlanken" Treiber zu verwenden, der idealerweise über eine INF Beschreibungsdatei installiert werden kann. Das hat den Vorteil, daß im Problemfall die entsprechenden DLLs bekannt und wieder vom System gelöscht werden können.

Eine weitere Voraussetzung zur problemlosen Verwendung der im Klassenraum zugeordneten Drucker ist die Berechtigung der Benutzer auf die freigegebenen Drucker. Sind Terminalserver und Server, über den die Druckerfreigaben gemacht werden, in einer Domäne, ist über die Domänenbenutzerrechte der Zugriff auf die Drucker im allgemeinen problemlos möglich.

Ist keine Domäne vorhanden (Terminalserver und Druckserver sind alleinstehende Server) entsteht das Problem, daß die auf dem Terminalserver angelegten Benutzer dem Druckserver nicht bekannt sind, also auch keine Berechtigung haben, die Druckerfreigabe zu verwenden. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Auf dem Druckserver wird das standardmäßig vorhandene (und deaktivierte) Gastkonto aktiviert.
  2. Auf dem Druckserver wird ein Konto angelegt, über das eine Netzwerkanmeldung vor dem Verbinden der Drucker gemacht werden kann (z. B. innerhalb der NetMan Startkonfiguration).

Weiteres Szenario:

Der Druckserver ist ein NT4 Server, der Terminalserver ist ein Windows 2003 Server. Um in dieser Umgebung in einer Terminalserversitzung zu drucken wird ein NT4 Druckertreiber auf dem Windows 2003 Server benötigt. Da NT4 Druckertreiber im Kernelmodus arbeiten und damit zu Systeminstabilitäten führen können, muß auf dem Windows 2003 Server die lokale Gruppenrichtlinie Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Drucker -> "Installation von Druckern, die Kernelmodus Treiber installieren, nicht zulassen" deaktiviert werden. Außerdem ist zu prüfen, ob über den NT4 Druckertreiber bei Mehrfachzugriff problemlos gedruckt werden kann.

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